++ Mahnwache: Aktivisten gegen Südschnellwegausbau ++

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Ein Bündnis aus Klimaschützern hat am Freitagnachmittag gegen den Südschnellwegausbau demonstriert. Unter anderem waren Vertreter des Fahhradclub ADFC sowie von Parents- und Fridays for future dabei. Sie hielten eine Mahnwache am Opernplatz ab und legten Kerzen und Plakate an einem toten Baum nieder. Dabei stellten sie sich nicht nur gegen die Pläne beim Südschnellweg, sondern bezogen sich auch auf andere Ausbauvorhaben von Autobahnen in Deutschland.

++ Ermittlungserfolg: Festnahme nach Schüssen an der Büttnerstraße ++

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Nach der versuchten Tötung vor drei Wochen an der Büttnerstraße in Vahrenwald sind die Ermittler ein ganzes Stück weitergekommen. Am Donnerstag wurde ein 19 Jahre alter Tatverdächtiger in Linden festgenommen – das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft heute mit. Der Wunstorfer steht im dringenden Verdacht, einen 24-Jährigen in den Bauch geschossen zu haben – das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt. Der Verdächtige verweigerte bisher die Aussage. Er sollte laut Mitteilung noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Hintergründe zur Tat sind weiter unbekannt, auch die Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden.

++ CDU empört: Onay gefährdet gesamtes Südschnellweg-Projekt ++

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Die CDU hat empört von auf den Vorstoß von Oberbürgermeister Belit Onay reagiert, den Südschnellweg weniger breit auszubauen und dafür mit einen Radweg zu versehen. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Felix Semper sagte am Freitag. Onay habe Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer „eigenmächtig und ohne Absprache mit den Fraktionen" aufgefordert, den Südschnellweg nach jahrelanger Vorbereitung komplett zu überarbeiten. Die Stadtverwaltung habe den geforderten Radweg vor Jahren abgelehnt, so Semper.

Der altersschwache Südschnellweg muss erneuert werden, weil alle vier Brücken baufällig sind. Der Bund übernimmt dabei die Kosten für einen Tunnel unter der Hildesheimer Straße. Der OB gefährde mit seinem Vorgehen nicht nur den Zeitplan, sondern auch die beschlossenen Investitionen, so Semper. Wenn bis 2023 kein Baurecht vorliege, müssten die maroden Brücken für den Verkehr gesperrt werden.

Ein Bündnis aus Umweltschultz- und anderen Verbänden will heute in Hannovers Innenstadt gegen den Ausbau der Südschnellwegs in der Leinemasch demonstrieren.

++ OB Onay bittet Bund: Südschnellweg schmaler und mit Radweg bauen ++

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Nicht allzu breit, und bitte mit Radweg: So stellt sich Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay offenbar den neugebauten Südschnellweg vor. Der Grünen-Politiker soll sich schriftlich an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gewandt und darum gebeten haben, die bisher geplante Straßenbreite zu reduzieren, wie die HAZ berichtet. Demnach solle der Südschnellweg höchstens 21 Meter breit werden und weiterhin ohne Standstreifen auskommen. Parallel zu der Strecke durch die Leinemasch solle ein gut ausgebauter Radweg laufen, der Döhren mit Ricklungen und Hemmingen verbinde.

Der altersschwache Südschnellweg muss erneuert werden, weil alle vier Brücken baufällig sind. Allerdings müssten dabei die „Richtlinien für die Anlage von Autobahnen“ angewandt werden, das würde eine Verdopplung der Breite auf 31 Meter bedeuten. Onay ist dem Bericht zufolge gegen die Einstufung als Autobahn. Es sei an der Zeit, die bestehenden Richtlinien zu verändern, um auch „Natur-, Klimas- und Gesundheitsschutz“ stärker zu berücksichtigen. Außerdem sei in Zukunft mit weniger Autos zu rechnen.

Umwelt- und Radfahrerverbände wollen Freitagnachmittag vor dem Opernhaus gegen die Verbreiterung des Südschnellweg protestieren.

++ 760 Mio. Euro Investition: Rekordsumme für Niedersachsens Zugverkehr ++

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Der Regionalverkehr in Niedersachsen wird moderner und nachhaltiger. Wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Hannover mitteilte, werden 760 Millionen Euro in den eigenen Schienenverkehr investiert – so viel wie noch nie. Laut Mitteilung werden 34 neue Doppelstock-Züge gekauft, allesamt im Sinne des Klimaschutzes elektrisch betrieben, dadurch auch besonders leise und komfortabler mit stufenfreiem Einstieg. Die Züge sollen außerdem mehr Sitzplätze haben. Zum Einsatz kommen sie voraussichtlich erst Ende 2024.

++ Tourismus in 2020: 54% Minus durch Corona ++

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Die Pandemie hat dem Tourismus im gesamten Jahr 2020 heftige Einbrüche beschert. Nach Angaben des Landesamts für Statistik kommt der Raum Hannover-Hildesheim auf ein Minus von 54 Prozent im Vergleich zu 2019. Die Gewerkschaft NGG forderte angesichts dessen heute eine Öffnungsperspektive für Hotels und Gastronomie in Hannover – ansonsten drohten bald Insolvenzen und Arbeitslosigkeit, sagte NGG Geschäftsführerin Lena Melcher, die auch auf funktionierende Hygienekonzepte verwies. Auch die Hannover Tourismus GmbH forderte verbindliche Vorgaben.

++ Pilotprojekt: Hausärzte in Hannover sollen gegen Corona impfen ++

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Ab 1. März soll auch in Hausarztpraxen in Hannover gegen Corona geimpft werden. Je eine Praxis in der Stadt und eine in der Region sollen Impfberechtigten unter 65 das Serum verabreichen. Von dem Pilotprojekt verspricht sich das Gesundheitsministerium Erfahrungen mit Logistik und Lagerung der Impfstoffe sowie mit den technischen Abläufen.

Gesundheitsministerin Carola Reimann sagte am Donnerstag, nach der Erprobungsphase sollten dann deutlich mehr Praxen ins Boot geholt werden, voraussichtlich ab April. Ein entsprechendes Konzept habe man mit der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbart.

KVN-Vorstandschef Mark Barjenbruch sagte, die Pilotprojekte in den insgesamt neun Hausarztpraxen in Niedersachsen sollten den Grundsein legen für eine flächendeckende Impfung von Patienten. Rund 9000 Praxen stünden anschließend bereit, um einen essentiellen Beitrag für die Durchimpfung der Bevölkerung zu leisten.

++ Testen und Impfen: Osterurlaub doch noch möglich? ++

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Zu Ostern an die See oder ins Gebirge fahren – das schien bis vor Kurzem undenkbar wegen Corona. Die Landesregierung will den Tourismus aber offenbar wieder möglich machen. Das berichtet die HAZ unter Berufung auf eigene Informationen. Demnach sollen touristische Übernachtungen wieder erlaubt sein, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner bei uns in Niedersachsen unter 50 fällt, sie lag zuletzt bei 66. Dann könnte offenbar auch Außengastronomie wieder öffnen, unter freiem Himmel.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann sagte, er wolle den Osterurlaub noch nicht aufgeben und gehe davon aus, dass mit deutlich mehr Tests und Impfungen einiges möglich sein werde. Impfzentren könnten auch zu Testzentren werden, so Althusmann. Schnelltests für Laien sind inzwischen zwar zugelassen, aber offenbar noch nirgendwo in Hannover erhältlich.

Die Landesregierung braucht eine Strategie für mögliche Lockerungen der Corona-Regeln, kommende Woche Mittwoch stehen die nächsten Bund-Länder-Gespräche an. Der Lockdown dauert zunächst bis 7. März.

++ Keine Baumängel - fester Schnee hat Üstra-Gleisanlagen beschädigt ++

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Tagelang konnten die Stadtbahnen während des Wintereinbruchs nicht fahren. Es gab erhebliche Schäden am Stadtbahnnetz. Nun steht die Ursache fest. Laut dem TÜV-Gutachten sind die Schäden aller Wahrscheinlichkeit nach durch sehr festen Schnee bei tiefen Temperaturen entstanden. Normalerweise wird der Schnee durch den laufenden Stadtbahnverkehr neben den Gleisen verteilt, teilte die Üstra mit. Aber stattdessen haben die Räder der Bahnen den Schnee so stark verdichtet, dass selbst große Betonplatten um mehrere Zentimeter aus den Fugen gehoben wurden. Eine falsche Bauweise oder mangelhafte Instandhaltung der Anlagen scheidet laut TÜV-Gutachten als Ursache aus. Dieses Schadensbild hat es in diesem Umfang bislang noch bei keinem Verkehrsbetrieb gegeben, so die Üstra. Und durch eine Räumung mit Schneepflügen hätten sich diese Schäden auch nicht verhindern lassen, heißt es. Denn auch dabei wäre eine mehrere Zentimeter hohe Schneeschicht auf den Gleisen liegen geblieben wäre. Sobald das abschließende Gutachten vorliegt, will die Üstra auf dessen Grundlage genaue Verfahrensanweisungen erarbeiten, bei welcher Witterung mit welcher Ausrüstung und auf welchen Strecken eine feinere Reinigung der Gleise während des Fahrbetriebes erfolgen kann. Die genaue Höhe der Schäden, die am Stadtbahnnetz entsanden sind, steht bislang noch nicht fest.

++ Kindesmissbrauch in Kita: Mehr als zwei Jahre Haft für Erzieher ++

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Wegen des sexuellen Missbrauchs mehrerer Jungen in einer Kita hat das Amtsgericht Wennigsen einen ehemaliger Erzieher zu mehr als zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Der 29-Jährige hatte laut Anklage in sechs Fällen Jungen im Schritt und am Gesäß berührt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung hatte die Polizei bei dem Erzieher außerdem kinderpornografische Bilder und Videos gefunden. Die Vorwürfe gegen den Mann waren im vergangenen Sommer an die Öffentlichkeit gelangt. Daraufhin wurde der Erzieher von der Gemeinde vom Dienst suspendiert. Die Verteidigung des Mannes hatte eine Bewährungsstrafe gefordert. Darauf ließ sich das Gericht aber nicht ein und verhängte eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten.

++ Neustadt: Entlaufenes Pferd verursacht schweren Unfall ++

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Ein ausgebüxtes Pferd hat auf der L192 zwischen Laderholz und Bevensen einen schweren Unfall verursacht. Das Tier war hinter einer Kurve frontal in einen entgegenkommenden Wagen gerannt. Die Autofahrerin hatte keine Chance den Zusammenprall zu verhindern. Aufgrund der Schwere der Verletzungen verendete das Pferd noch an der Unfallstelle. Die Autofahrerin erlitt einen Schock. Am Auto entstand Totalschaden. Erste Ermittlungen der Polizei haben ergeben, das Pferd von einem nahe gelegenen Hof entwichen und dann auf die Straße gelaufen war.

++ Fahrradstraßen: Velouroute 3 könnte bis zu 70 Parkplätze kosten ++

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Dass die zwölf geplanten Fahrradstraßen in Hannover, die sogenannten Velorouten, auf Kosten von Autofahrern gehen könnten, war anzunehmen. Nun zeichnet sich aber ab, dass Dutzende Parkplätze für die Radwege wegfallen könnten. So könnte die Veloroute „3“ vom Hauptbahnhof nach Bothfeld zwischen 55 und 70 Parkplätze kosten. Das berichtet die HAZ aus dem Bezirksrat Mitte. 55 Plätze könnte die demnach Streckenführung durch den Tunnel an der Fernroder Straße und über die Lärchenstraße zur Eilenriede kosten, 70 die Route durch die Unterführung neben der Ernst-August-Galerie über die Yorckstraße bis zur Eilenriede.

Die Velorouten sollen Hannovers Innenstadt mit dem Stadtrand verbinden und sind ein Prestigeprojekt von Oberbürgermeister Belit Onay. Die Fahrradstraßen sollen dabei bis zu drei Meter breit sein. FDP-Ratsvertreter Wilfried Engelke sagte, er finde das Vorhaben mit Blick auf den Parkplatzverlust diskussionsbedrüftig, wenn nicht einmal eine Bürgerbeteiligung stattfinden solle. Engelke fordert die Stadt auf, die Bürger in die Planungen einzubeziehen.